Veranstaltungen
Jeden letzten Freitag im Monat bieten wir einen Multimediavortrag zu einem astronomischen
Thema an. Die Vorträge finden in unserem Gebäude auf dem Sternwartengelände
statt, und bei klarem Wetter kann anschließend beobachtet werden.
Bringen Sie dafür auf jeden Fall stets warme Kleidung sowie eine Taschenlampe mit, da der Weg zur Sternwarte während der Beobachtungen unbeleuchtet ist.
- Freitag, 29.01.2010
Ein Kalender für die Götter
Vom Problem unserer Vorfahren, sich die Zeit richtig einzuteilen
Hartmut Waschik
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Zum Jahresbeginn stellen die Sternfreunde den Kalender als lebendiges Zeugnis uralter Kulturen vor. Schon in der Steinzeit war es notwendig, die Zeit einzuteilen. Man musste Gedenktage für die Götter einhalten, den richtigen Zeitpunkt für Saat und Ernte erwischen. Als es noch keine Uhren gab, dienten Sonne, Mond und Sterne als Zeitmesser. Die Spanne von Vollmond zu Vollmond ist aber nicht genau ein Monat, eine Erdumdrehung auch nicht exakt ein Tag. Wie lösten unsere Altvorderen dieses Problem? Die Geschichte des Kalenders ist manchmal recht amüsant.
- Freitag, 26.02.2010
Galilei wäre sprachlos - ein 35-cm-Teleskop selbstgebaut
Was Amateure heute sehen können
Stefan Kuhn
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Das berühmte Teleskop des Galilei hatte nur 4 Zentimeter Durchmesser – aber es reichte, um ein Weltbild zum Einsturz zu bringen. Stefan Kuhn hat mit den Mitteln, die heute dem Amateur zur Verfügung stehen, ein Teleskop gebaut, das selbst die Astronomen zwei Jahrhunderte nach Galilei noch fasziniert hätte. Es ist nicht nur größer wie die damaligen Forschungsinstrumente, es stehen auch wesentlich bessere Baumaterialien zur Verfügung. Stefan Kuhn erzählt von Bau dieses Teleskops und vergleicht was damals und heute zu sehen war und ist. Anschließend wird das Teleskop in der Sternwarte besichtigt.
Hinweis: Aus personellen Gründen müssen wir den Vortrag über das Selbstbauteleskop leider auf das zweite Halbjahr verschieben. Wir bieten Ihnen stattdessen nochmals den Vortrag über Kalender von Ende Januar an, zu dem aufgrund der Witterung nur wenige Besucher gekommen sind.
- Freitag, 26.03.2010
Feindliche Welten im All
Bernd und Florian Peerdeman
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Irgendwo da draußen, in den Tiefen des Weltalls, gibt es Planeten, wie sie Science Fiction nicht absonderlicher beschreiben könnte. Wissenschaftler entdecken Welten außerhalb unseres Sonnensystems, wo Eis heiß ist und Regen aus Eisen besteht - so genannte "Heiße Jupiter". Sie sind unerforscht, unirdisch und unberechenbar. Und irgendwo in Mitten dieser sonderbaren Welten sind Forscher auf der Suche nach atemberaubenden Entdeckungen, nach Planeten wie der Erde. Wir möchten Ihnen diese fremde Welten im All etwas genauer vorstellen.
- Freitag, 30.04.2010
Warum die Maare rülpsen - Ein Eifel-Krimi der Sternwarte Bad Kreuznach
Dr. Frank Gottschald
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Wir wiegen uns an Rhein und Nahe in Sicherheit, was unseren Planeten angeht. Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche - solche Katastrophen gibt es doch nur in Südostasien oder auf Kamtschatka. Oder? Der letzte Vulkanausbruch in der Eifel, also direkt vor unserer Haustür, war gerade erst vor 10.000 Jahren. Für die 4 Milliarden Jahre alte Erde nur ein Wimpernschlag. In den Maaren brodelt es auch heute, die Erdkruste kommt auch zwischen Aachen, Köln und Koblenz nicht zur Ruhe. Was geht da unter der Eifel vor? In 50 km Tiefe ist die Hölle los, meint der Referent und belegt es mit atemberaubenden Bildern und Fakten.
- Freitag, 28.05.2010
Hinter dem Neptun links - Eine Suche nach dem ominösen Planeten X
Dr. Frank Gottschald
20:30 bis 22:00 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Geheimnisse für die Astronomen gibt es heute nur noch in der Dunklen Materie oder in der Zeit vor dem Urknall, meint man. Unsere galaktische Heimat, unser Planetensystem, ist doch längst erforscht. ABER: Seit geraumer Zeit spekulieren Fachkreise darüber, ob es am Rande des Sonnensystems einen großen Himmelskörper gibt, der die Bahnen von Asteroiden und Kometen, sogar von Kleinplaneten gehörig durcheinander bringt, sich bisher aber einer Entdeckung durch die Menschen entzogen hat. Ist es ein Eisriese vor der Oortschen Wolke, ein Lichtjahr von uns entfernt? Oder ist es gar ein brauner Zwerg, der in die Einflusssphäre der Sonne eingedrungen ist? Zu leicht, um selbst eine Stern mit Kernfusion zu werden, schwer genug aber, um für Unruhe bei Pluto & Co. zu sorgen? Was ist dran an der Theorie von einem Planeten X?
- Freitag, 25.06.2010
Das Zentrum - Fremdartig und Faszinierend
Hartmut Waschik
20:30 bis 22:00 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Es sieht aus wie ein altes Wagenrad mit Speichen und es ist unsichtbar. Ein wirkliches Monster verbirgt sich hinter Wolken dunklen Staubes im Zentrum unserer Milchstraße. Es ist so schwer wie mehrere Millionen Sonnen, aber unendlich klein. Diese faszinierende Region der Milchstraße mit den sie umgebenden Objekten stellt Hartmut Waschik in seinem Multimedia-Vortrag vor. Dabei finden auch Bilder Verwendung, die der Referent selbst in Namibia aufgenommen hat.
- Freitag, 30.07.2010
Die größte Zahl - oder: die Dimension der Dimensionen
Ein Universum voller Leben - und dennoch einzigartiger als gedacht
Gerhard Kind
20:30 bis 22:00 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Wasser kocht auf Meereshöhe bei 100 Grad. Das gilt nicht nur hier in Bad Kreuznach, das gilt auch 2,4 Millionen Lichtjahre weit weg auf erdähnlichen Planeten in der Andromedagalaxie. Das Verhalten der Materie wird von den äußeren Bedingungen bestimmt, was sie aber im Innersten zusammenhält wird von vier Grundkräften bestimmt. Diese sind in unglaublicher Präzision aufeinander abgestimmt. Schon im Tausendsten Teil der ersten Milliardstel Sekunde des Universums war alles präzise darauf eingestellt, dass es einmal Leben im Universum geben wird. Vom theologischen Standpunkt ist der Mensch einzigartig, Kosmologen entwickeln jetzt ein Weltbild, das die Grenzen des Vorstellbaren sprengt: Selbst wenn unser gesamtes Universum mit menschenähnlichen Wesen bevölkert sein sollte, ist der Mensch möglicherweise einzigartiger als das Weltbild der Religionen es bisher darstellte. Die Grenzen zwischen Theologie und Naturwissenschaften überlappen möglicherweise mehr als gedacht.
- Freitag, 27.08.2010
LHC - Warum ist die Welt noch nicht untergegangen?
Hartmut Waschik
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Die Medien prophezeiten im vergangenen Jahr den Weltuntergang. Wenn das neue Elementarteilchenbeschleuniger "LHC" zu arbeiten beginnt, "wird die Welt von einem schwarzen Loch gefressen", so lauteten zumindest einige Pressemeldungen. Der Start des teuersten und größten Forschungsgerätes der Menschheit hat zwar 2009 nicht geklappt, aber seit Frühjahr 2010 ist das Gerät unter der schweizerischen und französischen Grenze in Betrieb. Da Sie gerade diesen Artikel lesen können, gibt es die Welt scheinbar noch. War also die Aufregung umsonst, oder müssen wir uns noch fürchten?
- Freitag, 24.09.2010
Galilei wäre sprachlos - ein 35-cm-Teleskop selbstgebaut
Was Amateure heute sehen können
Stefan Kuhn
20:00 bis 21:30 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Das berühmte Teleskop des Galilei hatte nur 4 Zentimeter Durchmesser - aber es reichte, um ein Weltbild zum Einsturz zu bringen. Stefan Kuhn hat mit den Mitteln, die heute dem Amateur zur Verfügung stehen, ein Teleskop gebaut, das selbst die Astronomen zwei Jahrhunderte nach Galilei noch fasziniert hätte. Es ist nicht nur größer als die damaligen Forschungsinstrumente, es stehen auch wesentlich bessere Baumaterialien zur Verfügung. Stefan Kuhn erzählt von Bau dieses Teleskops und vergleicht, was damals und heute zu sehen war und ist. Anschließend wird das Teleskop in der Sternwarte besichtigt.
- Freitag, 29.10.2010
"Hallo, ist da jemand?" Die Suche nach Erde 2
Dr. Frank Gottschald
19:30 bis 21:00 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Die Zahl der entdeckten Planeten, die um andere Sterne kreisen, ist mittlerweile auf über 400 angewachsen. Aber einer wie die Erde, ein Planet mit Leben, ist immer noch nicht darunter. Dr. Frank Gottschald von den Sternfreunden kann aber die ersten Exoplaneten vorstellen, die nur wenig größer und schwerer sind als die Erde und sich auch in einem günstigen Abstand zu ihrem Stern befinden. Wie findet man dort Spuren von Leben? Auf welche Anzeichen müssen die Astronomen achten? Wie ruft man über Lichtjahre hinweg "Hallo, ist da jemand?"?
- Freitag, 26.11.2010
Sternwarte - Wie funktioniert das?
Gerhard Kind
19:30 bis 21:00 Uhr
Eintritt (Abendkasse): 4,50 €, ermäßigt 2,50 €
Warum nennt man ein Observatorium auch "Sternwarte"? - Weil man auf die Sterne wartet! Na ja, das mag für die Amateursternwarten in Deutschland sicher richtig sein, aber die Forschungssternwarten in der ganzen Welt haben es da besser. Weit über 100 sternklare Nächte sind die Minimalforderung an einen Standort einer solchen Forschungseinrichtung. Wie haben sich diese "Kathedralen der Wissenschaft" in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt und was treiben die Astronomen da die ganze Nacht? Auf diese Themen geht Gerhard Kind in seinem Multimediavortrag ein. Bei klarem Himmel kann anschließend mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet werden.
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