Nicht nur mit Treibsätzen aus Schwarzpulver kann man Raketen in die Luft steigen lassen, auch gewöhnliches Wasser entwickelt, kombiniert mit einem ausreichenden Druck aus zusammengepresster Luft, einen enormen Rückstoß, so dass eine Wasserrakete problemlos dutzende Meter in die Höhe schießen kann. Es sind diverse Bausätze aus PET-Flaschen erhältlich, aber auch im Eigenbau lässt sich eine solche Rakete einfach anfertigen, dazu sind lediglich zwei gewöhnliche PET-Getränkeflaschen, etwas Klebeband, Kunststoff für die Leitwerke sowie etwas Geschick nötig. Außerdem benötigt man eine Abschussrampe sowie eine Luftpumpe und natürlich Wasser.

Unser erster Bausatz stammte aus Korea, mit einer koreanischen Bauanleitung, aber nach einigen Verständnishürden hatten wir die Rakete fertig zusammengebaut und unterzogen sie einem Test auf dem Sternwartengelände - ein recht feucht-fröhliches Vergnügen, wie man auf dem Bild rechts erkennen kann. Die Rakete wird dabei etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt, auf die Abschussrampe gesetzt und mit der Luftpumpe ein Überdruck von etwa 4 bis 5 Bar erzeugt. Nach Druck auf den Auslöser saust die Rakete los und kehrt nach kurzer Zeit an einem Fallschirm zurück. Öffnet sich der Fallschirm nicht, so wie bei unserem ersten Test, bohrt sich die Raketenspitze ohne weiteres ein paar Zentimeter in den Rasen, wie wir bei unserem Testflug feststellen mussten.

Ansonsten sind die Raketenstarts aber relativ ungefährlich und vor allem im Sommer ein großer Spaß bei Jung und Alt. Auch während des Kinderkulturtags im Schlosspark von Bad Kreuznach hat unsere Wasserrakete stets viele Zuschauer angelockt, leider ist sie dabei auch gelegentlich in den umstehenden Bäumen gelandet, was zu diversen waghalsigen Kletterpartien geführt hat. Dieses Jahr wollen wir daher ein Seil spannen und die Rakete ohne Fallschirm entlang des Seils aufsteigen lassen und auf dem gleichen Weg wieder einholen.