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Der 27.11.2010 war ein ganz besonderer Tag für die Jugendgruppe, denn Radio RPR 1 hatte sich angekündigt, um über den Baubeginn der Mondstation zu berichten. Eva Rudolf wollte mit ihren Sender über die Aktivitäten unserer Jugendgruppe berichten. Sie war schon um 15:30 Uhr bei uns auf der Sternwarte, und so konnten wir ihr vorab einiges über unsere Jugendarbeit erzählen.

Gegen 16:00 Uhr wurden drei der anwesenden Jugendlichen interviewt. Für die Betreffenden war das sicherlich etwas Besonderes. Aber, Hut ab, sie haben es toll gemacht. Sie wurden zu den bisherigen Projekten befragt und welches ihnen davon besonders Spaß gemacht hat. Den Mitschnitt kann man sich durch Anklicken des Players links oben anhören. Nun zur Mondstation: Während die Interviews geführt wurden, konnten die übrigen Jugendlichen die Materialien für unsere Station vorbereiten. Als erstes wurden alle Styroporplatten aneinander geklebt, damit wir einen stabilen Grundkörper haben. Mit einem heißen Draht haben wir die Front der zukünftigen Station in Form gebracht.

11.12.2010: Der Bau der Mondstation geht weiter. Heute wurden die vorbereiteten PVC-Rohre auf den Styroporblock gelegt und die Position der einzelnen Rohre auf den Styroporblock übertragen, damit wir wissen, wo wir den "heißen Draht" ansetzen müssen. Dieser sogenannte "Konstantandraht" wird sehr heiß. Und wir wollten uns ja nicht die Finger verbrennen, also brauchten wir noch eine Halterung. Diese haben wir kurzerhand aus Holz gemacht. Nachdem die Halterung fertig war, wurde der Draht zum Schneiden des Fahrstuhlschachts angefertigt.

Das war gar nicht so einfach, denn der Draht ist sehr dünn und zerbrechnlich. Mehrere Lagen des Drahtes wurden miteinander "verdrillt", so dass er die Form beim Schneiden beibehält. Hat zwar etwas gedauert, aber nur das Ergebnis zählt. Als es dann ans Schneiden ging, standen wir vor einem kleinen Problem. An den Stellen, wo die Styroporplatten zusammen geklebt waren, blieb der Draht hängen. Wir konnten also nicht weiterschneiden. Nach kurzen Überlegungen war das Problemchen aus der Welt und das Schneiden konnte weitergehen. Mit einem anderen Draht haben wir es geschafft, die Rundung für den Fahrstuhlschacht in den Styroporblock zu schneiden.

15.01.2011/29.01.2011: Der Bau der Mondstation geht in die nächste Phase. Am 15. Januar habt ihr die Ausschnitte für die einzelnen Module mit dem heißen Draht ins Styropor geschmolzen. Auch das war wieder mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Schließlich waren alle sechs Modulausschnitte fertig. Am 29. Januar wurden die Modulausschnitte von uns nochmals nachgearbeitet, weil die PVC- Rohre noch nicht richtig passten. Anschließend haben wir die Position für den Raketenschacht auf den Styroporklotz gekennzeichnet und begonnen, den Ausschnitt auszuschneiden. Weil das über die gesamte Länge (1 Meter) des Styroporklotzes ging, dauerte es entsprechen lange und wi mussten sorgfältig arbeiten.

12.02.2011: Wieder sind wir einen Schritt weiter gekommen. Wir haben uns heute in zwei Gruppen zu je vier Personen aufgeteilt. Die eine Gruppe war praktisch an der Mondstation tätig. Die anderen haben sich im die Gestaltung der Module gekümmert. Gruppe 1, bestehend aus Florian, Alexander, Niklas und Roland haben den Raketenschacht weiter ausgeschnitten, so dass das PVC-Rohr hineinpasst. Anschließend haben sie die zukünftige Oberfläche des Mondbodens unterhalb der Kuppel vormodelliert. Auch das ist wieder mit viel Fingerspitzengefühl gemeistert worden.

Dementsprechend sah es anschließend im Vortragsraum aus. Aber gemeinsam haben wir die Verwüstungen wieder beseitigt. In Gruppe 2, die aus Kilian, Dominik, Adrian und Bernd bestand, wurde angeregt darüber diskutiert, ob eine Wendeltreppe besser sei als eine einfache Leiter. Da wir zwei Ebenen je Modul geplant haben, müssen die Bewohner ja irgendwie dorthin kommen. Erstes Fazit, eine Leiter reicht aufgrund der niedriegen Schwerkraft des Mondes völlig aus. Wir sind uns da aber noch nicht ganz schlüssig. Mal sehen, was uns noch so einfällt. Die Mitglieder der Gruppe 2 haben sich nach der Diskussion zeichnerisch um die Inneneinrichtung ihres Moduls gekümmert. Das heißt, wir haben uns Fotos, die Bernd mitgebracht hat, angesehen und überlegt, wie so ein Modul sinnvoll eingerichtet werden kann.

Wir werden da noch einiges an Gehirnschmalz anstrengen müssen. Bein nächsten Treffen werden wir uns weitere Gedanken darüber machen. Adrian hat sich angeboten, den Bau der Kuppel zu übernehmen. Er plant, die Konstruktion aus Kupfer herzustellen, ein Geflecht aus 1,5 mm² Kupferdraht zusammenlöten, welches die gesamte Station überspannt. Hört sich sehr Interessant an. Die Idee ist Klasse und Bernd wird ihn dabei unterstützen. Ach ja, heute war ja auch Grillen und Beobachten angesagt. Das mit dem Beobachten, na ja, konnten wir knicken, leider. Dafür hat das Grillen umso mehr Spaß gemacht.

Damit sich die Jungs einmal die Dimensionen unserer Mondstation vorstellen können, hat Bernd ihnen die wirklichen Ausmaße einmal vor Augen geführt. An so einem Modell wirkt alles so klein. Wir haben ausgerechnet, dass ein Modul in der Wirklichkeit eine Länge von 17,5 m und einen Dirchmesser von 8 m hat. Wenn dann noch eine Zwischendecke eingezogen wird, haben wir eine Raumhöhe von ca. 3 m. Da passt eine Menge an Ausstattung hinein. Wir müssen uns genau überlegen, was wir alles brauchen und wo es einen sinnvollen Platz findet. Auch da werden wir uns mehrmals zusammensetzen und planen müssen.

(Fortsetzung folgt)