Anfang Januar 2009 ging unsere Jugendgruppe ihr erstes großes Projekt an: Der Bau zweier maßstabsgetreuer Modelle von Mondkratern. Nach dem Studium von Literatur und Bildern entschieden sich die Jungen und Mädchen für die beiden Krater "Copernicus" und "Theophilus", welche beide einen Durchmesser von etwa 100 km aufweisen. Der Kraterwall dieser sogenannten "Ringgebirge" ist dabei bis zu 6.000 Meter hoch, der Zentralberg in der Kratermitte ragt mehr als einen Kilometer in die Höhe. Außergewöhnlich an Copernikus ist, dass er nicht nur einen, sondern mehrere Zentralberge hat.

Mit Hilfe unseres Beamers übertrugen die Jugendlichen zunächst ein genaues Höhenprofil der beiden Krater auf einen großen Bogen Papier, danach ging es an die Zusammenstellung der Materialien.

Wir bildeten zwei Arbeitsgruppen, die eine entschied sich für eine Konstruktion aus Maschendraht und Pappmaché, die andere Gruppe baute ihren Krater aus Styropor und Gips. Anfang Februar waren die Vorbereitungen abgeschlossen, auf zwei Grundplatten wurde die Unterkonstruktion angebracht und mit der Modellierung der Mondkrater begonnen.

Im Laufe der folgenden Wochen kristallisierte sich nach und nach die Form der Krater heraus, anfängliche Hürden wurden gekonnt umschifft, und mit der Zeit entwickelte sich eine Routine, so dass die Modellierarbeiten schon Mitte März abgeschlossen werden konnten. Daran anschließend wurden die Modelle mit grauer Farbe bemalt und mit einem schicken Holzrahmen versehen. Zum Astronomietag am 4. April 2009 wurden sie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Das von der UNESCO ausgerufene Internationale Jahr der Astronomie brachte dem Verein ein breites öffentliches Interesse.

So trat auch das Weinbaumuseum in Horrweiler an uns heran, die dortige Sonderausstellung "Das Maß aller Dinge" zu unterstützen. Neben verschiedenen astronomischen Instrumenten konnte dort auch einer unserer Mondkrater über mehrere Wochen hinweg bewundert werden.

Auch bei den anderen Aktionen und Ausstellungen der Sternwarte sind die beiden Modelle immer wieder eine Attraktion, zumal man an ihnen auch live die verschiedenen Lichtverhältnisse auf der Mondoberfläche darstellen kann.